Werksbesichtigung bei Hanse Haus

Hanse Haus Werksbesichtigung

Heute war es soweit, die Tour der Werksbesichtigungen für das House of Life ging weiter. Wir waren bei Hanse Haus und machten uns früh morgens auf den Weg ins bayrische Oberleichtersbach. Nach gut 2:15 h Fahrt kamen wir pünktlich um 09:30 Uhr an und wurden an der Information im Besucherzentrum freundlich in Empfang genommen. Wir haben uns zuerst verfahren und sind zur Adresse aus dem Hanse Haus Impressum gefahren – das war das Werk 1 inkl. Verwaltungsgebäude von Hanse Haus. Nachdem uns dieser Fehler aufgefallen ist und wir das Besucherzentrum dort nicht fanden, hab ich nochmal kurz gegoogelt und die richtige Adresse ins Navi eingegeben. Ca. 10 Minuten später waren wir dann am richtigen Ort angekommen.

Qualität subjektiv schlechter als bei Finger

Gegen 10 Uhr kam unser Tourguide und da die zweite Familie die heute geladen war abgesagt hatte, gab es eine Exklusivführung. Wir starteten also im Besucherzentrum und machten uns auf den Weg rüber zur Werkshalle. Dort angekommen, wurde der Wandaufbau erklärt und wir bemerkten schnell, dass die Wände bei Hanse definitiv anders gefertigt werden als bei Finger. Hanse verleimt die OSB Platten auf der Rahmenkonstruktion und hat außerdem einzelne Wand-Elemente die quasi für eine Wand zusammen “getackert” werden, so zumindest habe ich es verstanden. Der Leim wird auch verwendet um die innenliegende Dämmung zu fixieren. Man kann den Leim außen an den Elementen auch sehen.
Optisch wie auch haptisch sah und fühlte sich die ganze Wand weniger wertig an als ich es bei Fingerhaus gesehen habe. Auch sonst wirkte die Werkhalle weniger aufgeräumt und organisiert als ich es bei Finger gesehen hatte. Der Punkt der Werksbesichtigung geht nach meinem Empfinden klar an Fingerhaus.

Musterhäuser

Hanse Haus bietet mit 6 Musterhäusern auf dem Werksgelände eine große Auswahl an Häusern die es zu besichtigen gilt. Wir haben uns alle angeschaut und die Hälfte davon war nicht unser Stil. Die Häuser älteren Typs haben scheinbar noch Trockenestrich verlegt. Im Erdgeschoss rumlaufend fühlt es sich an, als wenn man auf uralten Holzböden rum läuft. Für uns wäre das ein No-Go in unserem neuen Heim. Glücklicherweise hat Hanse das vor einigen Jahren erkannt und die neueren Häuser haben Nassestrich verbaut, so wie man es von den anderen Anbietern gewohnt ist. Meiner Meinung nach läuft es sich auf Nassestrich (egal in welcher Form auch immer) wesentlich besser als auf einem Holz + Gipsverbund.  Wir waren auch im Passivhaus, das durch eine gelungene Raumaufteilung gefiel. Am besten hat uns aber das ganze neue “Variant 35” gefallen, dass so relativ identisch auch in Mühlheim Kärlich steht. In Mühlheim Kärlich fehlt der separate HWR sowie die Garage und die Räume sind etwas anders geschnitten, aber ansonsten sind die beiden Häuser sich sowohl optisch wie auch in der Innenausstattung sehr ähnlich. Besonders gefallen haben uns die LED Stripes in der großen Dusche, die in die Wand eingelassenen Abstellflächen und die 2 Fenster über der Badewanne. Auch die Treppe empfanden wir als sehr schön. So in etwa (nur eine Nummer größer) könnten unsere Räume auch aussehen.

Hausautomatisierung gefunden

Das Highlight des neuen Hanse Hauses war allerdings die Hausautomatisierung. Als Bauherr suche ich ja die eierlegende Wollmichsau, die alles kann und nicht so teuer wird wie ein Bus System. Nachdem ich nun viel gelesen habe über Somfy, IP-Symcom, Homematic, EnOcean, Fibaro & Co. hat mich das dort verwendete System Loxone umgehauen. Und zwar so sehr, dass ich mich da schon jetzt festlege: Loxone will ich :).
Wir waren alleine im Haus, so dass ich mich in Ruhe mit Loxone beschäftigen konnte. Ich finde das System ist der Hammer. Gesteuert werden z.b. die Raffstores im Wohnzimmer über normale, separate Wandtaster wie man es bisher auch kennt. Darüber hinaus wurden auf andere Schalter Aktionen programmiert, die z.B. alle Raffstores an einer Seite, alle im Raum oder im ganzen Haus hoch- bzw. runterfahren lassen. Auf einem anderen Schalter konnten die Deckenlautsprecher angesteuert werden, die über den Loxone Musicserver gespeist wurden. Fand ich super! Es wurden dazu Taster verwendet die mehrfach belegt werden (einfach klick, zweifach klick, dreifach klick) – und zwar Taster aus dem Standardprogramm, keine speziellen Taster des Home Automatisierers. Natürlich ist das ganze auch digital über ein IPad, dass an der Wand hängt nutzbar und die Loxone App sieht zudem noch super aus und wirkt rund.

Bemusterungszentrum

Nachdem ich in der Hanse Haus Kantine im Besucherzentrum einen leckeren Sauerbraten mit Knödel gegessen hatte, ging es weiter ins Bemusterungszentrum. Hier war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht, im Vergleich zur Auswahl bei Finger ist die Ausstellung bei Hanse eher spartanisch. Natürlich kann man hier sein Haus auch ausstatten, allerdings ist die Auswahl wesentlich beschränkter als ich es bei Finger gesehen hatte. Um es an einem Beispiel fest zu machen: Bei Hanse konnte man die Elektro Schalter + Dosenkombinationen von Busch-Jaeger wählen mit 3 Serien. Bei Finger gab es alleine 7 oder 8 Hersteller mit dann jeweils nochmals mehreren Serien die zur Auswahl stehen. So zog es sich durch sämtliche Gewerke, überall gab es weniger zu sehen als bei der Werksbesichtigung, die wir zuvor bei Finger durchgeführt haben.

Fazit

Die Besichtigung bei Hanse war auch sehenswert. Wir konnten wieder neue Anregungen für unser Heim finden und fühlten uns gut aufgehoben. Allerdings scheidet Hanse Haus im Vergleich zu Fingerhaus im Bereich der Fertigung und Anmutung des Materials für uns schlechter ab. Auch das Bemusterungszentrum kann im Vergleich zu Finger nicht punkten.
Nach dem heutigen Tag haben wir aber unsere Home Automatisierung gefunden: Es wird ein Loxone Haus 🙂

Hier nun auch noch ein paar Schnappschüsse aus Oberleichtersbach:

« 1 von 6 »

 

Schreibe einen Kommentar

Page generated in 1,135 seconds. Stats plugin by www.blog.ca